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Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat in seinem Arbeitsprogramm das „Projekt Österreich 2050“ definiert. Ziel des Projekts ist die Visualisierung der Zukunft Österreichs unter Berücksichtigung globaler Trends, gesellschaftlicher Entwicklungen und struktureller Veränderungen des Innovationssystems sowie allgemeiner bildungs-, innovations- und wirtschaftspolitischer Fragestellungen. Neben einer fundierten Analyse und Auswertung der derzeitigen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen der Entwicklung Österreichs im globalen Kontext ist die Erarbeitung eines Zukunftsbildes für 2050 wesentlicher Bestandteil des Projektes. Eine Reflexion der sich bis 2050 verändernden Einflussfaktoren auf die langfristige Entwicklung Österreichs sollen die Identifikation von Handlungsfeldern für die verschiedenen Politikbereiche, insbesondere des Bildungs-, Forschungs- und Innovationsbereichs, und für die unterschiedlichen Akteure ermöglichen. Das Projekt läuft bis August 2013. Die Ergebnisse sollen bei den Alpbacher Technologiegesprächen 2013 vorgestellt werden.

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Themen

  • Foresight & allgemeine, globale Entwicklungen

    Die heutige Welt befindet sich in einer Übergangsphase: Aktuelle Befunde und Analysen zeichnen ein Bild des bevorstehenden Wandels. Die Finanzkrise und die Rezession der letzten Jahre haben den bisherigen Weg unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in Frage gestellt. Dadurch werden bereits vorher nicht zu übersehende, alarmierende Zukunftsperspektiven weiter zugespitzt. Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Veränderungen sind zentrale Bedingungen der künftigen Entwicklung weltweit, in Europa und in einzelnen Nationen.

  • Bildung

    Das Bildungssystem ist der Engpass für das österreichische FTI-System und den Wirtschaftsstandort. Derzeit gehen Österreich viele Talente verloren, weil das Bildungssystem sehr früh nach Ausbildungs- und Bildungssträngen trennt und den Bildungszugang stark nach sozialer Schichtung selektiert. Die OECD weist zum wiederholten Mal darauf hin, dass das Bildungssystem hierzulande durch ineffiziente Strukturen und eine hohe soziale Selektion geprägt ist.

  • Wissenschaft / Forschung / Innovation

    Um bestehende und künftige Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können, ist eine effektive, leistungsfähige und umfassende Wissenschafts- und Forschungslandschaft notwendig. Dies gilt umso mehr für Österreich als rohstoffarmes Land. Um zu den innovativsten Forschungsnationen aufzuschließen, ist die ins Stocken geratene Dynamik wieder zu beschleunigen. Vergleichbare Länder wie die Schweiz mit 3,01% oder Schweden mit 3,75% haben bereits heute eine deutlich höhere F&E-Quote. Die Universitäten und mit ihnen die Grundlagenforschung in Österreich sind unterdotiert.

  • Reform (Verfassung, Verwaltung, Föderalismus, Staatsausgaben & Steuern)

    Österreich gibt für Wirtschaftsförderung im weitesten Sinn 15 Mrd. € aus (das sind 5,5% des BIP), der Durchschnitt der EU-15-Länder liegt bei 2,2%. Ein wesentlicher Teil (rund 5 Mrd. €) fließt in den Spitalsektor, als Ausgleich für dort entstehende Verluste und Ineffizienzen im Gesundheitswesen. Ein zweiter Bereich mit hohen Förderungen ist der Verkehrssektor, und hier vorrangig die ÖBB, ein dritter die Landwirtschaft. In anderen wichtigen Zukunftsbereichen, wie z.B. dem Ausbau der Breitbandinfrastruktur, wird hingegen zu wenig investiert.

  • Generationen (Demografie, Soziales, Pensionen)

    Die OECD verweist seit Jahren darauf, dass das österreichische System im OECD-Vergleich zu teuer ist, da es nicht adäquat an die Realität der demografischen Entwicklungen der letzten Dekaden angepasst wurde. Das tatsächliche Pensionsantrittsalter von Männern liegt in Österreich unter 60 Jahren. Das sind gute fünf Jahre vor dem gesetzlich fixierten Pensionsantrittsalter von 65. Die Lebenserwartung ist jedoch für Männer von 62,3 Jahre (1960) auf 77,4 Jahre (2009), für Frauen von 67,8 Jahre (1960) auf 82,9 Jahre (2009) gestiegen und steigt jährlich um 3 Monate weiter.

  • Energie, Umwelt & Klimawandel

    Österreich hat in den letzten Jahren seine Vorreiterposition im Umweltbereich weitgehend eingebüßt. Energieverbrauch und CO2-Ausstoß sind zwar im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung noch immer relativ niedrig, aber beide Indikatoren steigen absolut und auch stärker als im EU-Schnitt. Österreich hat zwar eine erfolgreiche Umwelttechnologieindustrie und erfolgversprechende Ansätze zu alternativen Energien, nutzt diese Stärken aber zu wenig und verfehlt die selbstgesteckten Kyoto-Ziele deutlich. Das liegt daran, dass es keine nachvollziehbare und überprüfbare Klimapolitik gibt.

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Im Fokus

Alle Ergebnisse von Österreich 2050

Das Buch "Österreich 2050" präsentiert Antwort auf die drängenden Fragen zu Österreichs Zukunft: Wie könnte bzw. sollte Österreich im Jahr 2050 aussehen? Welchen Einfluss werden die bereits jetzt erkennbaren globalen politischen Trends und Entwicklungen haben? Welche Möglichkeiten und Chancen eröffnen sich dadurch, und welche Risiken und Probleme könnte es geben? Und schließlich: Welche Rolle spielen hierbei Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation?

Namhafte Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Themengebieten unterbreiten ihre Vorschläge zur Gestaltung der Zukunft.

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